



Jedes Jahr steigt der Bestand an Kachel-/ und Kaminöfen in Deutschland um durchschnittlich rund 200.000 bis 250.000 Stück.
Die moderne Wohnraumheizung wird heute überwiegend über die Warmwasser-Zentralheizung realisiert.
Vielen Menschen fehlt bei dieser Errungenschaft jedoch das Gefühl der vom offenen Feuer ausgehenden Strahlungswärme.
Öfen und Kamine können diesbezüglich eine geeignete Alternative darstellen. Aufgrund des zumeist hohen Wärmestrahlungsanteils wird die von Öfen und Kaminen ausgehende Wärme als besonders angenehm empfunden.
Diese Geräte werden überwiegend als Zweit- bzw. Reserveheizung, z. B. während der Übergangszeit, genutzt.
In letzter Zeit werden viele Kaminöfen viel häufiger als früher benutzt, was auch mit den gestiegenen Öl- und Gaspreisen zusammen hängt.
Neben den behaglichen Aspekten von Öfen und Kaminen, sind auch deren gestalterische Eigenschaften anzumerken. Durch die Variationsvielfalt von Kaminen und Kachelöfen sowie die verschiedenen Ausführungsformen von Kaminöfen können sie den jeweiligen räumlichen und geschmacklichen Verhältnissen angepasst und so zu einem attraktiven Mittelpunkt und Ausdruck für gehobene Wohnkultur werden.
Wie erkennt man einen schadstoffarmen Kaminofen?
Die neue Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) über kleine und mittlere Feuerungsanlagen wird novelliert. Die Verordnung regelt, welche Grenzwerte für die Staub- und CO-Emissionen bei Kaminöfen einzuhalten sind.
Jeder Kaminofen muss mit einem „Ü“- bzw. „CE“-Zeichen ausgestattet sein.
Diese Siegel stehen für die Brand- und Betriebssicherheit der Feuerstätte.
Viele Ofenmodelle sind schon jetzt vom Hersteller mit einem zusätzlichen Prüfsiegel versehen, das sie als besonders schadstoffarm ausweist. Wer sich heute noch einen Kaminofen kauft, der nicht eines der unten stehenden Gütesiegel trägt, riskiert, dass er bis 2024 seinen Kaminofen entsorgen oder mit einem Filtersystem nachrüsten muss.
Alle Kaminöfen mit diesen Gütesiegeln garantieren schon heute die Einhaltung der dann bundesweit geltenden neuen Grenzwerte.
Einen qualitativ hochwertigen Kaminofen erkennt man außerdem an einem hohen Brennraum sowie einem möglichst großen Gewicht.
(Grundregel aus der Physik: Masse speichert Wärme)
| § | Gütesiegel | Max. Feinstaub-konzentration im Abgas | CO-Gehalt im Abgas | Mindestwirkungsgrad | |
|---|---|---|---|---|---|
| Einsatz | Kaminofen | ||||
| DIN EN 13229/13240(derzeit geltende Prüfkriterien) | - | 12 500 mg/Nm³ | 30% | 50% | |
| 1.Stufe BImSchV gemäß Entwurf vom 27.06.2007 | 100 mg/m³ | 2000 mg/Nm³ | 75% | 73% | |
| Stuttgarter/Regensburger/ Münchener Verordnung | 75 mg/m³ | 1500 mg/Nm³ | - | - | |
| DIN plus | ![]() |
75 mg/m³ | 1500 mg/Nm³ | 72% | 75% |
| EFA | ![]() |
100 mg/m³ | 2000 mg/Nm³ | 75% | 73% |
| Österreichische Norm §15a | 60 mg/m³ | 1100 mg/Nm³ | 78% | 78% | |
| Luftreinhalteverordnung Schweiz | ![]() |
100 mg/m³ | 1500 mg/Nm³ | - | - |
| Nordischer Schwan | ![]() |
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